Ziele geben unserem persönlichen und beruflichen Tätigkeiten Bedeutung und Struktur. Der Satz „Der Weg ist das Ziel“ ist ein Allgemeinplatz für die Wertschätzung von Prozessen, deren Ende noch nicht absehbar ist. Genauso stimmig kann auch der Satz sein „Das Ziel ist im Weg“.  Denn wenn es um die Schwierigkeiten beim Formulieren und Erreichen von Zielen geht, treffen wir auf zwei grundsätzliche Herausforderungen. Naheliegend: Ist mir das „Wie“ nicht klar, ein Ziel zu erreichen? Komplizierter: Hat das Ziel „eigentlich“ doch nicht so viel mit mir zu tun? Und steht mir deshalb im Weg?! Beruht das Ziel auf einem Irrtum?

Es hilft, sich klar zu sein, woraus Ziele entstehen:

•    aus Defiziten – was fehlt mir, was habe ich nicht erreicht?
•    aus Bedürfnissen – gerade persönliche Ziele sollten etwas mit Ihnen selbst zu tun haben und nicht nur von außen bestimmt sein.
•    aus Werten – diese sind das Fundament unseres persönlichen und unternehmerischen Handelns. Leitfrage: Was will/muss ich erreichen, um meinen/unseren Werten treu zu bleiben?
•    aus Vorgaben – je nach Hierarchiestufe ist mein persönlicher Gestaltungsspielraum eingeschränkt und Ziele erhalten ihre Berechtigung und ihren Sinn aus einer übergeordneten Perspektive. Es muss Ihnen hier gelingen, auch Ziele, die nicht Ihren eigenen Bedürfnissen entspringen, sondern Ihnen durch Vorgaben Ihrer Führungskraft aufgetragen werden, zu Ihren eigenen zu machen. Das ist nicht immer ganz leicht, jedoch unerlässlich, wenn Sie sich mit ganzer Kraft und Energie für die Erreichung von übergeordneten Unternehmenszielen einsetzen wollen. Gerade wenn Sie Führungsverantwortung übernommen haben.